· Lösen deine Träume in dir nicht Angst aus, sind diese nicht gross genug
· Es ist unwesentlich wie langsam du dich bewegst - wesentlich ist es nicht zu stoppen.
· Zweifle jeden Augenblick, entscheide dennoch.
· Ändere dich, und du veränderst die Welt.
. Wage es, heute den ersten Schritt zu tun um deine Träume wahr werden zu lassen!

Dienstag, 20. Mai 2014

Transylvania100k/6000hm, unter Draculas Schloss



Am Fuss der Westkarpaten liegt Bran, einbeschaulicher kleiner Ort. Darüber thront das optisch wunderschöne Schloss Dracula Mythen und Sagen aussendend in die weite Welt. 50k oder 100km/6000hm werden angeboten. Michael Frenz der www.meldeläufer.de und ich wollen uns diese Chance nicht entgehen lassen. So stehen wir am Morgen kurz vor 6 Uhr in aufgeräumter Stimmung vor dem Startbalken.
Am 17 Mai 2014 hat sich zum ersten mal die Traillaufgemeinde im Hof Dracula versammelt um die Bucegi Mountains zu erlaufen.

Es geht los, kurzum befinden wir uns weit hinten im überschaubaren Läuferfeld. 2.5km Asphalt, dann gehts zur Sache. 1400 Höhenmeter auf 6.5km türmen sich vor uns auf. Auf über 2000 Meter liegt noch Schnee.
Der Aufstig ist steil, sehr steil, wir keuchen und lachen ob der Herausforderung. Alles locker, wir ahnen jedoch des die Veranstalter nichts von dem auslassen was unser Herz begehrt.
Oben im Schnee stapfend sind steile Hänge zu queren. Einmal ausrutschen und wir würden ein paar hundert Meter weiter unten in einer Steinmulde liegen. Wolkenfetzen ziehen durch die faszinierende Bergwelt. 
Dann der erste Downhill. Ups mir kommt es vor als wren alle Trailläufe die ich bis heute gelaufen bin die Vorbereitung zum Transylvania100. Fantastische Landschaften mit Buchenwädern, Mischwald und dunkeln Tanenwäldern erfreuen unsere Augen. Die Wege, obwohl teilweise sehr schwer zu laufen, sind wunderschön angelegt. Ich staune ob der Schönheit der Landschaft, der schmuken Berghäuser und der Schönheit der Bergwelt.




Wir durchqueren Wälder steigen wiederum 1400 Höhenmeter auf 7 Kilometer um denach in ein Tal hinab zu laufen. Eine Hocheben mit vielen Bachquerungen verwöhnt unsere Augen mit einer genialen Fernsicht.

Es ist trocken und nicht zu kalt so dass wir teilweise nur mit Pullover laufen. Wir schaffen die 50 Kilometer in über 12 Stunden. Mein Idee den Lauf in weniger als 20 Stunden zu laufen ist schon lange verflogen. Ankommen ist das Ziel und idealerweise ein paar Stunden Schlaf zu bekommen das Zweite.

Es wird Nacht, wir steigen zur vorletzten Bergquerung auf, als sich der fast volle Mond über die Berge erhebt. Werwolfzeit, ein schauer überläuft meinen Rücken. Hier hat es viele Bären. Weiter nicht träumen.
Unendlich ziehen sich die Kilometer bis zum zweitletzten Checkpoint bei 79 Kilometer. Nach rund 20 Minuten starten Michael und ich zum letzten grossen Aufstieg. Kurz darauf muss Michael leider umkehren. Die kalte Luft hat seine Lungen angegriffen. Wenn er atmet pfeifen diese wie eine Lokomotive. Die Gesundheit geht vor. Schade, sehr schade können wir den Lauf nicht zusammen beenden. In Gedanken versunken ziehe ich alleine weiter. ein langer Aufstieg noch mit total ca. 900 Höhenmetern erwartet mich. Irgendwann bin ich oben. Jetzt noch 9 Kilometer runter und das steil, sehr steil. Ich wandere, ich hoppele und ich gehe. Laufen geht gar nicht...
Nach 25h40' ca. werde ich von Amanda, der Lauforganisatorin, oben in den Hallen von Schloss Dracula empfangen wo ich die Medaille umgehängt bekomme.
Schlafen, nur schlafen.