· Lösen deine Träume in dir nicht Angst aus, sind diese nicht gross genug
· Es ist unwesentlich wie langsam du dich bewegst - wesentlich ist es nicht zu stoppen.
· Zweifle jeden Augenblick, entscheide dennoch.
· Ändere dich, und du veränderst die Welt.
. Wage es, heute den ersten Schritt zu tun um deine Träume wahr werden zu lassen!

Samstag, 8. September 2012

LEVEL IV: die Annäherung und ihre Hürden



Die Annäherung an das Datum meines Projektstartes legt mir einige Herausforderungen in den Weg. Es ist jdoch nicht so, dass ich mich um diese kümmern müsste.
Es sind primär Herausforderungen die mich in meiner Lebensvision, meinen Werten und meinen ethischen Fragen bewegen. Deshalb kümmere ich mich darum.






Ich könnte die Fragen, die Forderungen meines Wesens ignorieren, so wie es mir gestern gerade ein mir bekannter Jurist geraten hat. Ihm gehe es gut, wenn er so lebt wie er lebt. Wenn er sich solche Fragen stellen würde wie ich es tue, dann würde es ihm sehr schlecht gehen hat er gesagt.
Die mir auch gut bekannte Frau an seiner Seite hat sich im gleichen Sinn geäussert, und mir damit gesagt worum sich die Welt dieser Menschen im wesentlichen bewegt.


"Reflektiere deine Art zu leben nicht. Ansonsten würdest du erkennen, dass dein Verhalten dir sehr schlecht bekommt."

Vor weit mehr als einen Jahrzehnt habe mich entschieden den Forderungen meines Wesens nachzufühlen, zu klären was ich brauche, was mir gut tut und was meinem Leben schadet. Es geht dabei nicht darum so genannt gute Gefühle zu erleben, es geht auch nicht darum Harmonie zu erleben, und es geht auch nicht darum Pazifist, Sportler oder ein Soulrunner oder sonst was zu sein.

Es geht darum das zu werden was ich wirklich bin: Ein Wesen deren primäre Sprache die Emotionen sind, in zweiter Linie der verbale Ausdruck dieser Emotionen über Worte, sowie deren mentale Interpretation und physische Umsetzung.
 
Genau hier, bei der Reflektion dieser Aussagen wird es interessant. Seit einigen Monaten, ich denke seit ich meine Ernährung umgestellt habe, scheint sich meine Welt wieder sehr zu verändern.
Ich habe neue tiefe Erkenntnisse in mein Verhalten gewonnen. Ich habe das Gefühl mehr geerdet zu sein. Ich nehme meine Arbeitskollegen und Mitmenschen viel menschlicher und emotionaler als zuvor war. Das tut mir sehr gut.

Das eine Ernährungsumstellung nicht geradlinig abläuft habe ich mir gedacht, dass meine Verhaltensmuster mir aber immer wieder zu erklären versuchen wie gut die alten Essgewohnheiten waren habe ich mir nicht in dieser massiven Art gedacht.

 
Balsthal 
Es fühlt sich an als würde ich einen kalten Entzug durchmachen. Jeden Tag wird mir durch die Werbung, durch die Reflexionen von Kollegen klar zu machen versucht, dass das was ich lebe nicht gut sein kann. Meine Erfahrung jedoch, welche ich seit vier Monaten mache ist eine ganz andere. Ich erlfahre eine nie da gewesenen Vitalität, mein Körper verändert sich, es fühlt sich alles so an als wäre es richtig.
Warum nur wird im Aussen von den meisten Menschen reflektiert, dass das nicht gut ist was ich tue? Gut, dass es auch andere Menschen gibt die mich unterstützten.

Ach ja, das absolut verrückte ist, dass ich in gewissen Momenten voller Energie bin. Alles will sich bewegen eine riesige, leichte und sprudelnde Energie und Lebendigkeit durchflutet mich. Noch kann ich sie nicht steuern. Wenn sie mich überrennt, dann werde ich auf eine Art hyperaktiv, muss herumspringen und mich schütteln. Es ist nicht unangenehm, im Gegenteil es fühlt sich an, als wäre da etwas was bewegt werden will, etwas was seinen Ausdruck sucht, sich jedoch noch nicht manifestieren konnte. Ich sehr gespannt wie sich das zeigen wird.

Feel free
Das fokussieren auf das Wesen - tliche, auf das was mich dabei unterstützt mein innerstes zu manifestieren scheint ungeahnte Energien frei zu legen. Ich bin zur Zeit fähig mehr Wochenkilometer zu laufen als bis anhin und fühle mich dabei eher unterfordert.

Mit dem Rennrad fahre ich ein bis zweimal pro Woche eine Runde und habe das Gefühl viel mehr leisten zu können.

Bei der Arbeit sind wie schon beschrieben mehrere Bauprojekte in der Entwicklungsphase. Viel Entscheide in sehr kurzer Zeit mit weitreichenden Folgen sind zu fällen. Eigentlich Stress pur.
Auf meinem Arbeitspult türmen sich Kalkulationen, Pläne, Offerten und Ausschreibungen welche zur richtigen Zeit am Richtigen Ort, und der richtigen Menge mit der richtigen Art und Weise bearbeitet werden wollen, und zu aller letzt freundlich und zuvorkommend weiter gegeben werden müssen.

Meine Schreibschwäche ist dabei auch nicht wirklich dienlich. Ich nutzte sie produktiv, indem ich möglichst wenig schreibe und mich auf die Entscheide konzentriere.

Da ich aus dieser Menge an Aktivitäten und zu fällenden Entscheiden nicht mehr wirklich entscheiden kann was prioritär ist, arbeite ich vermehrt intuitiv und in einer eigenen Art von Multitasking.

Downhilldance
Es gibt auch heftige physische Reaktionen und Erfahrungen. Letztes Wochenende wollte ich einen lockeren 50 Kilometer Lauf mit rund 2000 Höhenmetern laufen. Einfach so, für mich, und mit mir von Balsthal nach Aarau über den ersten Juragrat immer den schmalsten und steilsten Pfaden entlang.
Ich lief so leicht wie noch nie, stieg relativ entspannt die Berge hoch und tanzte auf der anderen Seite locker wieder runter. Nach rund 30 Kilometern auf dem Lostorfer Grat etwa zwei Kilometer vor der Burg Lostorf geschah das wovon ich mich schon lange gefürchtet habe. 

Auf dem Belchen
Ich stolperte auf dem von vielen Kalksteine aufgestossenen wunderschönen Grat über einen Stein und flog vorne weg auf den Bauch. Stürzen liegt mir im Blut. Es bereitet mir wenig Probleme ich bin aus welchen Gründen auch immer fähig relativ entspannt zu fallen und verletzte mich bis anhin bei Stützten eher oberflächlich.
Dieses Mal, auf dem Bauch rutschend, mich wegen herannahenden Steinen zur Seite drehend, die Arme als eine Art Steuerruder nutzend stellte sich ein Stein meinem Oberkiefer in den Weg und ohne meine Lippe zu verletzten schliff er meiner Schneidezahnkrone entlang, bis diese nach rund zwei Zentimeter Scheifstrecke inklusive darunter liegendem Zahn sauber auf Zahnfleischhöhe abbrach. Kein Blut und keine Schmerzen. Jedoch ein fehlender Zahn.
Ein Preis meiner Leidenschaft.

Preis des Trails
Damit hatte mein 50 Kilometer Abenteuer ein abruptes Ende gefunden. Ich musste weitere zwei Kilometer bis zur Burg Lostorf laufen wo mich meine Frau, sie war es die realtiv bleich war, abholte.
 
Der Abschied von Zahn fällt mir eher schwer. Zähe haben etwas mit Wurzeln, mit Zubeissen und sich zeigen zu tun. Zähne sind über ihre Nerven mit dem gesamten Körper bis hinunter in die Zehenspitzen verbunden.
 
Ein Glück konnte ich am Montag früh zum Zahnarzt. Nach einer Stunde war ein Provisorium montiert. Sehr gut!
Das Anbringen und Verankern des neuen Implantats wird rund ein Jahr dauern und viel, viel Geld kosten. Nach zwei emotional intensiven Tagen, verbunden mit viel Schlaf hatte ich mich weitgehend erholt und meine Lebensenergie kehrte zurück. Wie oben beschrieben scheint sie in grossen Mengen vorhanden zu sein.

Ich bin gespannt wie sich diese ausdrücken will. Das zu erforschen und zu leben ist mir eine innere Freude.....

Bis bald beim nächsten Level.....